Die 140. Generalversammlung des Unitas-Verbandes in Bonn

Am Donnerstag, 25.5.17, war es wieder soweit. Der Unitas-Verband kam zu seiner Generalversammlung zusammen. Der austragende Verein war dieses Mal die Unitas Salia Bonn, unsere Mutterverbindung, die 1847 ihr erstes Stiftungsfest feierte. So war das 170. Stiftungsfest der zweite Anlass zu einem unitarischen Treffen in Bonn. Am Donnerstag wurde die Generalversammlung von Vorortspräsident Niklas Bensiek (Unitas Sugambria) eröffnet und es wurde über die ersten Anträge in der Plenarsitzung abgestimmt. Gratulor an die Unitas Anna Westphalia Münster, die als neuer Verein aufgenommen worden ist! Außerdem fand am Donnerstagnachmittag der Aktiventag statt, an dem auch die Region Süd-West einen neuen Aktivenvertreter gewählt hat. Gratulor an den Bbr. aus Marburg!

Donnerstagabend kamen die Unitarier in der Klosterruine Heisterbach zusammen, wo bereits 1847 das erste Stiftungsfest der Unitas Salia Bonn gefeiert wurde! Der Geistliche Beirat Bbr. Stefan Wingen feierte mit uns einen Gottesdienst anlässlich Christi Himmelfahrt im Freien vor der Ruine. Ein zentraler Satz des Bbr. war folgender:  „Entdecke, entfalte dein Charisma, denn dadurch wächst die Unitas, wächst die Kirche – dann musst du nicht glotzen!“ Anschließend klang der Abend mit viel Kölsch und einem musischen Beitrag von Bbr. Christoph Beckmann auf dem Klostergelände aus. Außerdem haben die Unitas Rhenania und Unitas Salia ihre Häuser für alle Bundesbrüder und –schwestern geöffnet.

Der Freitag war fast komplett mit den Plenarsitzungen ausgefüllt, in denen ausführlich diskutiert und fleißig abgestimmt wurde. Gratulor an Barbara Cernek, unsere neue Verbandsgeschäftsführerin! Freitagabend verbrachte die Unitas Hohenstaufen einerseits beim Festball, aber auch bei der Unitas Stolzenfels und beim ausführlichen Bummel durch die Bonner Verbindungshäuser. Außerdem fand ein Zipftausch am Rhein zwischen Bbr. Simon Kleine und Bbr. Sebastian Machmeier statt. Ausklang war erneut auf dem Salen-Haus.

Samstags fanden wir uns morgens zur Verbandsmesse in der Kappelle am Tagungsort ein. Anschließend fand eine interessante Podiumsdiskussion zum Thema „Die Bedeutung der Religionen in einem künftigen Europa“ statt. Anschließend war der Nachmittag frei, um sich zu sonnen oder andere Bundesbrüder zu treffen. Abends war ein weiterer Höhepunkt der Generalversammlung: Der Festkommers. Während des fast vierstündigen Festaktes wurde kräftig gesungen und  Alexander Graf Lambsdorff, stv. Vorsitzende des Europaparlaments referierte in seiner Festrede über die aktuelle Situation in Europa. Er warnte vor aufkommendem Populismus und machte deutlich, dass das Ziel ein intelligentes, nachhaltiges und alle einschließendes Wirtschaftswachstum für ganz Europa sein muss. Er appellierte für eine Europa als Einheit.

Sonntagmorgen fand das Pontifikalamt mit Kardinal Woelki im Bonner Münster statt. Die Unitas Hohenstaufen stellte auch hier ein Chargenteam. Nach der Messe wurde sich von einigen Bundesbrüdern verabschiedet. Offizieller Abschluss der Generalversammlung war der Festakt im Bonner Beethovenhaus mit Vortrag von Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn (Theologische Fakultät Paderborn). Er sprach zur Fragestellung „Europa als christliches Abendland?“. Der Festakt wurde von einem Streicher-Trio musikalisch untermalt.

Fazit dieser Generalversammlung: Der Verband und die Vereine haben sich offen gegenüber Europa und Neuerungen gezeigt. Es konnte angemessen diskutiert und abgestimmt werden. Vielen Dank an die Unitas Salia Bonn für die rundum gelungene Generalversammlung! Wir freuen uns bereits jetzt auf die 141. Generalversammlung, ausgetragen von den Giessenern Unitasvereinen in Bad Homburg.

Text: Senior Simon Kleine

 

Ehrensenior der Stuttgarter Unitas feiert seinen 90. Geburtstag

Am Sonntag, den 19. Februar, traf die Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart zu einem ganz besonderen Anlass zusammen: Ihr hochverehrlicher Ehrensenior, Wolfgang Rudolph, feierte im Kreise vieler lieber Menschen seinen 90. Geburtstag – genauer genommen wurde ein so sicherlich seltenes 175. Geburtstagsfest gefeiert, da auch Wolfgangs Frau Ruth heuer ihren 85. Geburtstag feierte. Viele Freunde und Gäste aus nah und fern waren gekommen – Wolfgang und Ruth Rudolph waren und sind Menschen, die in vielerlei Vereinen, Gemeinschaften und Freundschaften beheimatet sind.

Auch eine erkleckliche unitarische Schar unter den Gästen war Wolfgangs Einladung gefolgt. Zur Freude Wolfgangs und aller Gäste wurde unser Jubilar durch eine kurzweilige und feierliche unitarische Festkneipe geehrt. Hohenstaufen-Senior Bbr. Simon Kleine schlug die Kneipe in einer dem Anlass höchst angemessenen Manier, in der er sowie andere Gratulanten unseren lieben Wolfgang mit ihren Worten hochleben ließen.

Unser lieber Wolfgang ist tief mit der Unitas verbunden – der Vater von der Unitas Heidelberg und der Taufpate von der Unitas Franco-Alemannia. In Singen geboren und in der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd aufgewachsen, wurde Wolfgang schon im Familienleben mit unitarischem Leben vertraut – der Bezug zum Altherrenzirkel war eng und lebendig. Nach dem Krieg studierte Wolfgang Chemie in Stuttgart. Zusammen mit anderen unitarischen „Kindern“ wurde am 3. Dezember 1949 der W.K.St.V. Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart gegründet, dessen Gründungssenior Wolfgang wurde. In eine günstige Zeit hinein gegründet, wuchs die Aktivitas schnell auf 30 Aktive an, woran Wolfgang mit seiner gewinnenden Art einen nicht unerheblichen Anteil gehabt haben dürfte.

Nach dem Studium war Wolfgang jedoch nicht als Chemiker beruflich aktiv, sondern als Buchhändler mit Leib und Seele neben der Pflege der amicitia und selbstverständlich der virtus war und ist Wolfgang ein aufmerksamer Besucher der wissenschaftlichen Sitzungen der Unitas Stuttgart. Wolfgang ist ein unheimlich geschichtsbewusster und auch -kundiger Mensch. Viel weiß er uns Jüngeren zu erzählen. Dennoch schwelgt er dabei nicht in der Vergangenheit, sondern hat ein waches Auge für Gegenwart und Zukunft. Letztere ist ihm insbesondere für unsere Unitas sehr wichtig.

Wolfgang wollte keine Geschenke zu seinem 90. Geburtstag. Oder wie er es auf gut Schwäbisch formulierte: „Ihr brauchet m’r nex schenga, i hann scho älles, was i brauch.“ Stattdessen lud er dazu ein, eine Spende für einen guten Zweck in ein eigens aufgestelltes Kässchen zu geben. Dieser gute Zweck ist, wie könnte es anders sein, ein unitarischer: Die Spenden sollen helfen, Grundstock für einen Hausbauverein in Stuttgart zu bilden, den wir Stuttgarter in naher Zukunft gründen wollen. Daran sieht man, wie sehr ihm unsere Unitas Hohenstaufen am Herzen liegt.

Das zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass unser lieber Wolfgang sich weder durch sein hohes Alter noch durch so manche gesundheitlichen Beschwerden daran hindern lässt, mit Hilfe seiner Tochter Dorothee zu den Veranstaltungen unserer Unitas Hohenstaufen zu kommen. Darin ist er uns allen ein großes Vorbild! Dabei zeichnen ihn nicht nur sein treues und warmes unitarisches Herz, sondern auch sein ungebrochen wacher Geist und sein bodenständiger schwäbischer Humor aus. Unser Vereinsleben wäre ungleich ärmer ohne unseren lieben Wolfgang und wir hoffen, unseren lieben Ehrensenior noch lange in unserer Mitte „behalten“ zu dürfen!

Text: Dominik Kern

Aktiventreffen Südwest 14.1.2017

Am 14.01.2017 fand das Aktiventreffen der Unitasvereine aus der Region Südwest in Heidelberg statt. Die W.k.St.V. Unitas Ruperto Carola und Maria Magdalena, beide zu Heidelberg, haben zu einem spannenden Programm in die Villa Mohr geladen. Der Vormittag begann mit einem Seminar zur Einführung in die DISC-Methode. DISC teilt die menschliche Persönlichkeit in vier Typen und dient dazu die Partner im Team einzuschätzen, um so optimal mit den verschiedenen Typen umgehen zu können. Nach einem schmackhaften Mittagessen wurden die, im Vorfeld online ausgefüllten, persönlichen Einschätzungen verteilt und Erläuterungen zu den Ergebnissen gegeben. Insgesamt ein toller Ausflug in die eigene Persönlichkeit und in den Umgang mit seinen Mitmenschen.

Am Nachmittag hat uns ein Heidelberger Bundesbruder in einer sehr interessanten Stadtführung auch Plätze neben der langen Einkaufsstraße, wie zum Beispiel die Jesuitenkirche und den Universitätsplatz, gezeigt. Im Anschluss waren wir mit zwei Karlsruher Bundesbrüdern im Vetter’s Alt Heidelberger Brauhaus essen.

Ab 20:00 c.t. wurde eine interessante Kneipe in das Reich der hochprozentigen belgischen Biere geschlagen. Bundesbruder Tom Fourmann brachte uns das belgische Bier mit einigen Erklärungen und Anekdoten näher. Im Anschluss gab es einen leckeren Snack „a la schwedischem Möbelhaus“, danach Raum zur Unterhaltung, Begegnung und Vertiefung der unitarischen Freundschaften.

Nach einer kurzen, aber effektiven Nacht, wurde die hl. Messe in der Jesuitenkirche besucht.
Insgesamt ein sehr schönes Wochenende mit vielen interessanten Erkenntnissen über die eigene Persönlichkeit, Bierkultur und Pflege der unitarischen Gemeinschaft.

Text: Jörg Wiesten und Simon Kleine

Das Präsidium der Kneipe

Seminar zu DISC

Bbr. Jörg Wiesten mit belgischem Bier

Blick auf die Heidelberger Altstadt

Vereinsfest zu Ehren des hl. Thomas von Aquin, 28.1.2017

Die Bundesbrüder und Gäste des W.K.St.V. Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart haben sich am 28.1.2017 zum Vereinsfest Thomas von Aquin in der Katholischen Hochschulgemeinde in Stuttgart eingefunden. Offizieller Beginn war um 18:00 Uhr mit der heiligen Messe, zelebriert von Studentenpfarrer und stellvertretendem Stadtdekan Matthias Haas. Im Mittelpunkt standen der heilige Thomas von Aquin und die Seligpreisungen der Bergpredigt von Jesus. Nach dem Gottesdienst wurde zum gemeinsamen Abendessen mit frischgebackenem Fleischkäse und Kartoffelsalat eingeladen.

Der Höhepunkt des Abends war der Festvortrag mit Referent Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler im Staatsministerium Baden-Württembergs. Als Leiter der ehemaligen Projektgruppe Sonderkontingente war er für die Überführung der yesidischen Frauen und Kindern aus dem Nordirak verantwortlich. Die Yesiden sind eine religiöse Gemeinschaft ursprünglich aus dem Irak, die vom Islamischen Staat massiv bedroht und bekämpft wird. Der Referent brachte den Zuhörern zunächst die Bedeutung der Engel in der heutigen Gesellschaft sowie im Yesidentum näher. Der Vortrag enthielt somit auch eine direkte Verbindung zum hl. Thomas von Aquin, auch Doctor Angelicus genannt, der sich ausführlich mit Engeln beschäftigte. Des Weiteren ging der Referent auf die Herkunftsregion der Yesiden, deren Geschichte, neue Heimaten, Kastensystem, Bildungsstand und Genozid ein. Die 1100 in Baden-Württemberg aufgenommenen yesidischen Frauen und Kinder werden durch Sozialarbeiter/-innen betreut und in die deutsche Gesellschaft integriert. Referent Dr. Michael Blume schaffte es mit seiner engagierten Art die Zuhörer für fast 1 ½ Stunden in seinen Bann zu ziehen. Vielen Dank für diesen tollen Vortrag und die spannende Diskussionsrunde!

Der Abend wurde anschließend mit angeregten Gesprächen und einer studentischen Biertaufe fortgeführt. Bbr. Jörg Wiesten wurde von Senior Simon Kleine würdig getauft und erhielt seinen Biernamen („vulgo“) „Senator“.

Text: Senior

Referent Dr. Michael Blume

Die Gäste in angeregten Gesprächen

Die Aktivitas war komplett!

Biertaufe von Bbr. Jörg Wiesten

Semesterauftakt mit der AV Alania im CV und der KAV Rheno-Nicaria im KV, beide zu Stuttgart

Am 22.10.2016 hat die Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart zusammen mit der AV Alania und der KAV Rheno-Nicaria einen gemeinsamen Semesterauftakt begangen. Die Stuttgarter katholischen Verbindungen kamen dazu ab 18:00 Uhr auf dem Haus der Alania zusammen.

Neben einem Gottesdienst mit Hochschulpfarrer Matthias Haas (Ehrenmitglied bei der Alania) wurde eine Ringkneipe gefeiert. Das Präsidium bestand aus den Seniores der Alania und der Rheno-Nicaria sowie Bbr. Simon Kleine, Senior der Unitas Hohenstaufen. Für eine ausgelassene Stimmung und ausreichend flüssiges Gold waren gut gesorgt!

Für die Unitas Hohenstaufen war es eine besondere Ehre ihren Spefuxen Jörg Wiesten während der Kneipe rezipieren zu dürfen. Wir wünschen dem Neofuxen alles Gute!

Das Fazit des Abends: Ein rundum gelungener Abend, der die katholischen Verbindungen in Stuttgart ein gutes Stück näher zusammengebracht hat. Vielen Dank an die AV Alania für die tolle Gastfreundschaft! Das wird nicht der einzige Besuch der Unitas Hohenstaufen dieses Semesters bei euch gewesen sein…wir kommen gerne wieder!

Recipierung des Spefuxen

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Blick in die Kneipcorona

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasser: Senior

Primiz unseres Bbr. Dr. Benjamin Bihl in Fellbach

Am 17.07.2016 feierte unser Bundesbruder Dr. Benjamin Biehl seine erste Messe als neuer Priester in seiner Heimatgemeinde in Fellbach. In der denkmalgeschützten Kirche Maria Regina begann um 10 Uhr die Primiz. Zusammen mit  fünf weiteren Pfarrern durfte Dr. Benjamin Bihl seine erste heilige Messe zelebrieren. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor und der Männer-Schola Fellbach. In seiner kurzen Predigt ging Dr. Benjamin Bihl auf das Evangelium über Martha und Maria ein sowie dessen Bezug auf das heutige priesterliche Leben ein. Der ehemalige Direktor des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Stuttgart-Sommerrain und der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Gemeinde Maria Regina hielten Grußworte. Im Anschluss an die 1 1/2-stündige Primiz fand auf dem Kirchplatz noch ein Gemeindefest mit ausreichend Essen und Trinken statt. Abschluss des Tages war eine Vesper mit Einzelprimizsegen unseres Bbr. Dr. Benjamin Bihl.

 

Verfasser: Senior

Priesterweihe unseres Bundesbruders Dr. Benjamin Bihl

Am Freitag den 24.6.2016 machten sich die Aktivitas der Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart und der Altherrenvorsitzende Martin Knittel auf den Weg nach München. Abends ging es mit den Aktiven der Unitas München zum gemeinsamen Essen in die Augustiner Bräustuben. Außerdem waren bei dem heißen Wetter genügend Kaltgetränke vorhanden. Am nächsten Tag ging es vom Münchner Haus früh morgens nach Freising. Die Aktiven stellten zwei Chargenteams, die während des fast dreistündigen Gottesdienstes die Unitas repräsentierten. Bundesbruder Dr. Benjamin Bihl wurde bei der Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart aufgenommen und hat sich später aufgrund des Studienortwechsels der Unitas München angeschlossen. Der Gottesdienst zur Priesterweihe wurde vom Erzbischof von München und Freising, Bbr. Reinhard Kardinal Marx, zelebriert. Insgesamt waren es acht Kandidaten, die zum Priester geweiht worden sind. Anschließend wurde dem geweihten Priester gratuliert und gemeinsame Bilder gemacht. Der Kurztripp nach München wurde mit dem Besuch einer Bundesschwester im Biergarten abgerundet.

Das Chargenteam der Hohenstaufen

Das Chargenteam der Hohenstaufen nach dem Gottesdienst

 

Verfasser: Simon Kleine x