Archiv der Kategorie: Altherrenverein

Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch

Frohes neues Jahr! Um dies gut und vorbildlich anzufangen hat der W.K.St.V. Unitas Hohenstaufen die erste Wissenschaftliche Sitzung des Neues Jahres in der Wohnung in der Silberburgstraße gehalten. Interessierte Alte Herren und Hausbewohner sind zum Thema eMobilität bei Mercedes-Benz zusammengetroffen und haben eine spannende und anregende Konversation mit Diplom-Ingenieur Mathias Jens geführt.

Der unterhaltsamen Vortrag hat uns einen Eindruck auf die unglaublichen Entwicklungen und Arbeiten von Daimler für die Zukunft des Autos vermittelt. Heutzutage ist es deutlich, dass die Autohersteller ihre Produkte für mehr Kraftstoffeffizienz und weniger CO2 Emissionen entwerfen. Aber langsam wird es klar, dass Sparen von Benzin und das Filtrieren von tödlichen Gasen einfach nicht genug ist. Doch Daimler hat das schon vor langem erkennt und hat sich der Suche der besten Lösung für das Kontaminationsproblem gestellt.
Logischerweise sind sie auf die Elektroautos gekommen. Schon vor Jahren hat man die zwergenhaften Smarts und die B-Klasse, die in der Meinung von Jens leider sehr unterschätzt wurde, auf den Straßen gesehen. Aber diese Autos sind nur die Spitze eines großen Eisbergs.

Nach der Auffassung von Daimler gibt es in die Automarkt drei wichtige Linien: Die erste beginnt mit allen benzin- und dieselangetriebene Fahrzeuge; die schlechte Spur. Hier befinden sich die Fahrzeuge, die immer weiter kontaminieren. Aber Mercedes adaptiert schon seine beste Technologie aus den E-Autos auf die Verbrennermotoren. In jedes wird eine Batterie eingebaut, damit bei hohen Geschwindigkeiten bzw. außerhalb der Stadt die Fahrzeuge nicht an seine Benzinmotoren abhängen, sondert dieser ausschalten und nur mit der Kraft der Batterie weiterfahren können.

volles Haus bei der Wissenschaftlichen Sitzung

Diese Versuche entwickelt Benz weiter auf der zweiten Linie, die beide Antriebe zu einem Gleichgewicht zusammen einbaut: Hybride, das beste aus die zwei Welten. Beispiele hierfür ist die neue C-Klasse Limousine mit Plug-in-Hybrid Antrieb. Aber dieser Spur stellt auch einige Probleme dar, die man als einfach bezeichnen würde, aber in Wirklichkeit viel komplizierter sind. Diese Kleinigkeiten, wie an z.B. an welcher Stelle des Autos man die Klappen zum Tank bzw. für den Elektroanschluss einbauen sollte, sodass es am besten das Leben der Kunde erleichtert, stellen ein richtiges Problem dar, der Zeit für Studien braucht und die Produktion verkompliziert.

Doch von den drei sollte man die dritte Linie am interessantesten finden. Diese beinhaltet nicht nur das beste von Mercedes, sondern etwas viel größeres, etwas viel wichtigeres, etwas inspirierendes, etwas… schnelleres. Die dritte Spur steht für die Zukunft des Autos, voll-elektrische Fahrzeuge, die kein ökologischer Spur hinterlassen und die Kunden das aller beste von die Marke anbieten. Die beiden ersten Spuren werden eventuell nicht mehr existieren, bestätigt Jens, sie werden die Modernität, Technologie, Effizienz, Qualität und Entwicklung der e-Autos einfach nicht überleben. Sie stellen einfach keine Konkurrenz mehr dar, nur Kontamination. Aber manche von uns lieben unsere Benziner, das Gefühl des explodierenden Motors unter die Haube, das Geruch von frisches Benzin verbrennt wie der Gummi der Reifen auf der Straße und vor allem das wundervolle Geräusch eines guten Auspuff…

Auch für AMG steht die Zukunft nicht im Verbrennungsmotor. Auch Sportwagen werden sich der Entwicklung hin zum Elektroantrieb nicht widersetzen können, wenn nicht das Ende des Unternehmens in Kauf genommen werden soll. Um am Markt und vor dem Gesetzgeber zu überleben werden auch solche Firmen alles versuchen und dafür schauen sie in Richtung der Batterien. Und so ein Elektromotor kann auch für unglaubliche Beschleunigung sorgen und so jede Menge Fahrspaß bieten.
Am Ende steht die Philosophie der Marke klar dar: für die Zukunft nicht der Spaß im Vordergrund, sondern Effizienz, Atmung, Bequemlichkeit und, am wichtigsten, Mobilität. Wir bedanken uns bei Diplom-Ingenieur Mathias Jens für den wertvolle Einblick in eine der Qualitätsmarken der Welt und ihren elektrischen und modernen Blick auf die Zukunft.

Text: Andrés Kling
Bild: Martin Knittel

O alte Burschenherrlichkeit, wohin bist du entschwunden?

Aus Eichstätt und Nürnberg kamen Bundesbrüder. Der AHV Unitas Hohenstaufen war zahlreich vertreten und auch auch die Mitglieder des Philisterzirkels Stuttgart mit Vertretern aus Freiburg und Gießen ließen es sich nicht nehmen. Alle gemeinsam versammelten sie sich auf dem Haus einer sehr verehrlichen AV Alania zu Stuttgart in CV. Aber warum?

Am Samstag, den 14. Juli 2018 ließ die Aktivitas des W.K.St.V. Unitas Hohenstaufen unter großem Wehklagen zwei bemooste Burschen ins Philisterland ziehen. Die Bundesbrüder Simon Kleine und Jörg Wiesten hatten sich über mehrere Semester als Senior und Consenior der Aktivitas große Verdienste erworben, so dass das Ende ihrer Aktivenzeit eine wirklich große Lücke reisst. Der hohe Senior der Hohenstaufen, Bbr. Sebastian Machmeier schlug zu diesem Anlass eine launige, mit teils ungewöhnlichem Liedgut garnierte und alles in allem sehr stimmige Philistrierungskneipe zu Ehren der beiden Bundesbrüder. In seiner Prinzipienrede widmete er sich der Frage „Warum Unitas?“ und stellte den Sinn der Gemeinschaft, die Beglückung durch gemeinsames Handeln und das gemeinsame Erreichen von Zielen dem in unserer Gesellschaft immer mehr um sich greifenden Egoismus gegenüber. Dass dabei Verweise auf das Wirken der Philistrierungskandidaten nicht zu kurz kamen, versteht sich von selbst.

Vor der Philistrierung durften dann die jeweiligen Leibburschen ihre Leibfüxe noch würdigen, ehe es d ann nach dem letzten Burschenschmollis hieß

„Bursalis Simon Kleine mortuus, vivat semper fidelis philister Simon Kleine“,
„Bursalis Jörg Wiesten mortuus, vivat semper fidelis philister Jörg Wiesten“.

Die Aufnahme in den Altherrenverein Unitas Hohenstaufen übernham dann der Vorsitzende Bbr. Martin Knittel, der die Neo-Philister traditionell mit dem ersten Philisterbier begrüßte, bevor der altehrwürdige Cantus, der diesem Artikel als Überschrift voransteht, brausend erklang. Es folgten natürlich weitere Grußworte und ein herrlicher Salamander, ehe die Farbenstrophen der anwesenden Verbindungen erschallten und auch das Offiz sich dem Ende zuneigte.

Nach einer kurzen Stärkung mit Saitenwürstchen, Kartoffelsalat, Brot und Käse ließ es sich Neo-Philister Simon Kleine nicht nehmen, noch ein Inoffiz zu schlagen. Der Anstand gebietet es aber, über dessen Auswüchse den Mantel des Schweigens auszubreiten.

Unser Dank gilt unseren Gastgebern einer sehr verehrlichen AV Alania zu Stuttgart im CV, die uns nicht nur ihre Türen öffneten, sondern mit einigen Farbenbrüdern auch die Corona noch weiter anwachsen ließen. Den Worten unseres Farbenbruders Jan Rinke in seinem Grußwort ist nichts mehr hinzuzufügen: „Die Farbenfrage ist eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. Wichtiger und größer als das, was uns trennt, ist das, was uns verbindet.“

 

Bierorgler Bbr. Norbert Scherhag

der fränkische Zapfen

Text: Martin Knittel
Bilder: Jörg Wiesten, Martin Knittel

Vereinsfest auf der grünen Wiese

Am Sonntag, den 24.Juni, kamen Unitarierinnen und Unitarier aus Stuttgart und der Region im schönen Bietigheim zu ihrem Vereinsfest zusammen. Am Nachmittag fand sich die unitarische Gemeinde zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes ein. Wenn gleich der Juni in den Vereinen der Unitas traditionell dem Gedenken des hl. Bonifatius gewidmet, so ging es an diesem Sonntag (es war Johannistag) um Johannes den Täufer. Nach der geistlichen Stärkung machte sich die Festgemeinde ins Haus uns den Garten unserer lieben Familie Mehrle auf, die im Vorfeld schon bienenfleißig alles für die Gäste bereitet hatten. Bei Kaffee und Kuchen und später dann bei diversen Köstlichkeiten vom Grill durften alle, die gekommen waren, herrliche Stunden bei guten Gesprächen und echt unitarischer Gemütlichkeit (natürlich mit einem zünftigen Zipftausch!) erleben. Auch die Kinder hatten ihre Freude beim Fußballspielen im wunderschönen Garten der Mehrles. Petrus meinte es ebenfalls gut mit der Unitas Hohenstaufen und so klang ein rundum gelungenes Vereinsfest in den Abendstunden allmählich aus. Wir bedanken uns von Herzen bei Bbr. Georg Mehrle mit Familie und bei Bbr. Torsten Waibel für alle Mühe der Vorbereitung und die spürbar von Herzen kommende Gastfreundschaft!

Text: Dominik Kern
Bilder: Torsten Waibel

Exbummel 27.5.2018 – Wanderung auf den Hohenstaufen

An einem schönen, heißen Sommertag haben sich Aktive und Alte Herren auf den Weg gemacht den „Heimatberg“ Hohenstaufen zu besteigen. Ob zu Fuß oder mit dem Rollstuhl, alle haben es geschafft und konnten anschließend unserem Gründungs- und Ehrensenior Wolfgang Rudolph bei seinen Ausführungen zu den Staufern und dem Kaiserberg lauschen. Erfrischt durch kühle Getränke und ein kleines Vesper ging es zum zweiten Programmpunkt auf dem Hohenstaufen über. Ex-Senior Simon Kleine und AHV-X Martin Knittel haben einen Zipf getauscht, der ihre Verbundenheit und Zusammenarbeit in den über 2 Jahren gemeinsamer Vorsitz der Aktiven und des Altherrenvereins ausdrückt. Für ausreichend kalte Getränke war gesorgt! Alle kamen auch wieder den Berg runter und haben sich zum Abschluss bei einer gemütlichen Kafferunde bei Rudolphs in Göppingen wieder getroffen. Es war ein rundum gelungener Exbummel! Nächstes Mal gerne auch mit größerer Mannstärke! 

Begegnungen auf der Wanderung

Da wollen wir hin!

Gründungs- und Ehrensenior Wolfgang Rudolph

Zipftausch

 

 

 

 

 

 

 

gez. Simon Kleine

Putztag im neuen Unitas-Heim in Stuttgart (27.1.2018)

Nachdem der Kooperationsvertrag für die Nutzung einer Wohnung mit 8 Studentenzimmern mit dem Stadt-Dekanat unter Dach und Fach ist, laufen derzeit die ersten Bewerbungen auf die Zimmer. Um die Wohnung nach kleineren Umbau- und Modernisierungsarbeiten im Herbst 2017 für Besichtigungen auf Vordermann zu bringen und die nötigsten Dinge für die zukünftigen Bewohner einrichten zu können, trafen sich Vertreter von Aktivitas, Altherrenschaft und dem Hausbauverein am 27. Januar in der Silberbrugstrasse 60 zu einer etwas anderen Art der schwäbischen „Kehrwoch“. Drei Stunden wurde gesaugt, gefegt, geputzt, gewischt, poliert und alle Zimmer und Gemeinschaftsräume wurden zum Herzeigen hergerichtet. Daneben wurde eine Grundausstattung an Putz- und Küchen-Utensilien eingerichtet. Erste Hohenstaufen-Besitztümer, die mangels Konstante bisher verteilt bei einigen Bundesbrüdern lagerten, haben einen neuen Platz im sogenannten Chargenschrank gefunden. Endlich findet auch das Kaffee-Service der Hohenstaufen ein neues Zuhause und durfte gleich mal die Spülmaschine in der großen Küche einweihen. Nebenher entstand eine größere Liste mit Aufgaben und Gegenständen, die als nächtes angegangen beziehungsweise beschafft werden müssen. Wir würden uns freuen, auch in den nächsten Monaten auf die zahlreiche Unterstützung aus Aktivitas und Altherrenschaft bauen zu können.

Wir planen, vor dem Vereinsfest am 3.2.2018 eine Besichtigung in der SIlberburgstraße zu ermöglichen. Eine Einladung hierzu folgt noch.

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Der hohe Senior Bbr. Simon Kleine bei der Bodenpflege…

…damit man weiss, welchen Knopf man drücken muss.

Die unitarischen Putzteufel glücklich nach getaner Arbeit (v.l.n.r. BbrBbr. Uli Köster, Simon Kleine und Matthias Börner)

 

 

Semester incipit: Führung im Schloss Solitude

Am Sonntag,15.10.2017, hat die Unitas Hohenstaufen das neue Semester mit einer Führung im Schloss Solitude gestartet. Bei schönstem Herbstwetter trafen sich Alte Herren und Freunde der Unitas mit Familie und Kindern um 14:30 Uhr am Schloss. Während der einstündigen Führung erfuhren wir vom Leiter der Führung einiges über Herzog Carl Eugen von Württemberg und seine damalige „Bauwut“. Das einstige Residenzschloss Solitude wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach des Herzogs Plänen gebaut und eine große Parkanlage mit verschiedenen Nebengebäude folgte nach und nach. Als der Herzog 1775  mit dem Bau des Schloss Hohenheim für seine Liebste begann, wurde die Sommerresidenz Solitude sich selbst überlassen und erst Jahrzehnte bzw. fast 200 Jahre später generalsaniert. Von der alten Parkanlage ist so gut wie nichts übrig geblieben, da sich hier die ursprüngliche Natur wieder ausgebreitet hat.

 

Text: Senior Simon Kleine

Unitarischer Diskussionsabend 14.09.2017

Ein Teil der Dsikussionsrunde

Am vergangenen Donnerstag fand der unitarische Diskussionsabend statt,
in dessen Rahmen von elf Bundesbrüdern der Hausbauverein Unitas Stuttgart gegründet wurde. Der neugewählte Vorstand wird in den kommenden Tagen die Eintragung ins Vereinsregister beim zuständigen Gericht und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit beim Finanzamt Stuttgart beantragen.

Zum Vorstand des HBV wurden gewählt:
1. Vorsitzender Bbr. Uli Köster
2. Vorsitzender Bbr. Jörg Wiesten
Quästor Bbr. Matthias Börner
Scriptor Bbr. Christoph Blümer
Beiräte BbrBbr. Dirk Karge, Gebhard Mehrle und Torsten Waibel

Den Gewählten sprechen wir unseren Glückwunsch und Dank aus.

Es haben bereits einige Bundesbrüder signalisiert, dem neugegründeten
Verein beitreten zu wollen. Soweit sie uns namentlich bekannt sind, bekommen sie demnächst eine Beitrittserklärung zur Unterschrift vom Vorstand des HBV zugesandt.
Darüber hinaus möge sich jeder herzlich eingeladen fühlen, ebenfalls dem HBV beizutreten und dies gegenüber dem Vorstand zu bekunden. Stellen wir die Zukunft unserer Aktivitas auf sichere Beine, indem wir ihnen wirklich ein Dach über dem Kopf geben.

Text: AHV-X Martin Knittel
Bild: Fuxmajor Philipp Böcker

Die 140. Generalversammlung des Unitas-Verbandes in Bonn

Am Donnerstag, 25.5.17, war es wieder soweit. Der Unitas-Verband kam zu seiner Generalversammlung zusammen. Der austragende Verein war dieses Mal die Unitas Salia Bonn, unsere Mutterverbindung, die 1847 ihr erstes Stiftungsfest feierte. So war das 170. Stiftungsfest der zweite Anlass zu einem unitarischen Treffen in Bonn. Am Donnerstag wurde die Generalversammlung von Vorortspräsident Niklas Bensiek (Unitas Sugambria) eröffnet und es wurde über die ersten Anträge in der Plenarsitzung abgestimmt. Gratulor an die Unitas Anna Westphalia Münster, die als neuer Verein aufgenommen worden ist! Außerdem fand am Donnerstagnachmittag der Aktiventag statt, an dem auch die Region Süd-West einen neuen Aktivenvertreter gewählt hat. Gratulor an den Bbr. aus Marburg!

Donnerstagabend kamen die Unitarier in der Klosterruine Heisterbach zusammen, wo bereits 1847 das erste Stiftungsfest der Unitas Salia Bonn gefeiert wurde! Der Geistliche Beirat Bbr. Stefan Wingen feierte mit uns einen Gottesdienst anlässlich Christi Himmelfahrt im Freien vor der Ruine. Ein zentraler Satz des Bbr. war folgender:  „Entdecke, entfalte dein Charisma, denn dadurch wächst die Unitas, wächst die Kirche – dann musst du nicht glotzen!“ Anschließend klang der Abend mit viel Kölsch und einem musischen Beitrag von Bbr. Christoph Beckmann auf dem Klostergelände aus. Außerdem haben die Unitas Rhenania und Unitas Salia ihre Häuser für alle Bundesbrüder und –schwestern geöffnet.

Der Freitag war fast komplett mit den Plenarsitzungen ausgefüllt, in denen ausführlich diskutiert und fleißig abgestimmt wurde. Gratulor an Barbara Cernek, unsere neue Verbandsgeschäftsführerin! Freitagabend verbrachte die Unitas Hohenstaufen einerseits beim Festball, aber auch bei der Unitas Stolzenfels und beim ausführlichen Bummel durch die Bonner Verbindungshäuser. Außerdem fand ein Zipftausch am Rhein zwischen Bbr. Simon Kleine und Bbr. Sebastian Machmeier statt. Ausklang war erneut auf dem Salen-Haus.

Samstags fanden wir uns morgens zur Verbandsmesse in der Kappelle am Tagungsort ein. Anschließend fand eine interessante Podiumsdiskussion zum Thema „Die Bedeutung der Religionen in einem künftigen Europa“ statt. Anschließend war der Nachmittag frei, um sich zu sonnen oder andere Bundesbrüder zu treffen. Abends war ein weiterer Höhepunkt der Generalversammlung: Der Festkommers. Während des fast vierstündigen Festaktes wurde kräftig gesungen und  Alexander Graf Lambsdorff, stv. Vorsitzende des Europaparlaments referierte in seiner Festrede über die aktuelle Situation in Europa. Er warnte vor aufkommendem Populismus und machte deutlich, dass das Ziel ein intelligentes, nachhaltiges und alle einschließendes Wirtschaftswachstum für ganz Europa sein muss. Er appellierte für eine Europa als Einheit.

Sonntagmorgen fand das Pontifikalamt mit Kardinal Woelki im Bonner Münster statt. Die Unitas Hohenstaufen stellte auch hier ein Chargenteam. Nach der Messe wurde sich von einigen Bundesbrüdern verabschiedet. Offizieller Abschluss der Generalversammlung war der Festakt im Bonner Beethovenhaus mit Vortrag von Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn (Theologische Fakultät Paderborn). Er sprach zur Fragestellung „Europa als christliches Abendland?“. Der Festakt wurde von einem Streicher-Trio musikalisch untermalt.

Fazit dieser Generalversammlung: Der Verband und die Vereine haben sich offen gegenüber Europa und Neuerungen gezeigt. Es konnte angemessen diskutiert und abgestimmt werden. Vielen Dank an die Unitas Salia Bonn für die rundum gelungene Generalversammlung! Wir freuen uns bereits jetzt auf die 141. Generalversammlung, ausgetragen von den Giessenern Unitasvereinen in Bad Homburg.

Text: Senior Simon Kleine

 

Ehrensenior der Stuttgarter Unitas feiert seinen 90. Geburtstag

Am Sonntag, den 19. Februar, traf die Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart zu einem ganz besonderen Anlass zusammen: Ihr hochverehrlicher Ehrensenior, Wolfgang Rudolph, feierte im Kreise vieler lieber Menschen seinen 90. Geburtstag – genauer genommen wurde ein so sicherlich seltenes 175. Geburtstagsfest gefeiert, da auch Wolfgangs Frau Ruth heuer ihren 85. Geburtstag feierte. Viele Freunde und Gäste aus nah und fern waren gekommen – Wolfgang und Ruth Rudolph waren und sind Menschen, die in vielerlei Vereinen, Gemeinschaften und Freundschaften beheimatet sind.

Auch eine erkleckliche unitarische Schar unter den Gästen war Wolfgangs Einladung gefolgt. Zur Freude Wolfgangs und aller Gäste wurde unser Jubilar durch eine kurzweilige und feierliche unitarische Festkneipe geehrt. Hohenstaufen-Senior Bbr. Simon Kleine schlug die Kneipe in einer dem Anlass höchst angemessenen Manier, in der er sowie andere Gratulanten unseren lieben Wolfgang mit ihren Worten hochleben ließen.

Unser lieber Wolfgang ist tief mit der Unitas verbunden – der Vater von der Unitas Heidelberg und der Taufpate von der Unitas Franco-Alemannia. In Singen geboren und in der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd aufgewachsen, wurde Wolfgang schon im Familienleben mit unitarischem Leben vertraut – der Bezug zum Altherrenzirkel war eng und lebendig. Nach dem Krieg studierte Wolfgang Chemie in Stuttgart. Zusammen mit anderen unitarischen „Kindern“ wurde am 3. Dezember 1949 der W.K.St.V. Unitas Hohenstaufen zu Stuttgart gegründet, dessen Gründungssenior Wolfgang wurde. In eine günstige Zeit hinein gegründet, wuchs die Aktivitas schnell auf 30 Aktive an, woran Wolfgang mit seiner gewinnenden Art einen nicht unerheblichen Anteil gehabt haben dürfte.

Nach dem Studium war Wolfgang jedoch nicht als Chemiker beruflich aktiv, sondern als Buchhändler mit Leib und Seele neben der Pflege der amicitia und selbstverständlich der virtus war und ist Wolfgang ein aufmerksamer Besucher der wissenschaftlichen Sitzungen der Unitas Stuttgart. Wolfgang ist ein unheimlich geschichtsbewusster und auch -kundiger Mensch. Viel weiß er uns Jüngeren zu erzählen. Dennoch schwelgt er dabei nicht in der Vergangenheit, sondern hat ein waches Auge für Gegenwart und Zukunft. Letztere ist ihm insbesondere für unsere Unitas sehr wichtig.

Wolfgang wollte keine Geschenke zu seinem 90. Geburtstag. Oder wie er es auf gut Schwäbisch formulierte: „Ihr brauchet m’r nex schenga, i hann scho älles, was i brauch.“ Stattdessen lud er dazu ein, eine Spende für einen guten Zweck in ein eigens aufgestelltes Kässchen zu geben. Dieser gute Zweck ist, wie könnte es anders sein, ein unitarischer: Die Spenden sollen helfen, Grundstock für einen Hausbauverein in Stuttgart zu bilden, den wir Stuttgarter in naher Zukunft gründen wollen. Daran sieht man, wie sehr ihm unsere Unitas Hohenstaufen am Herzen liegt.

Das zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass unser lieber Wolfgang sich weder durch sein hohes Alter noch durch so manche gesundheitlichen Beschwerden daran hindern lässt, mit Hilfe seiner Tochter Dorothee zu den Veranstaltungen unserer Unitas Hohenstaufen zu kommen. Darin ist er uns allen ein großes Vorbild! Dabei zeichnen ihn nicht nur sein treues und warmes unitarisches Herz, sondern auch sein ungebrochen wacher Geist und sein bodenständiger schwäbischer Humor aus. Unser Vereinsleben wäre ungleich ärmer ohne unseren lieben Wolfgang und wir hoffen, unseren lieben Ehrensenior noch lange in unserer Mitte „behalten“ zu dürfen!

Text: Dominik Kern

Primiz unseres Bbr. Dr. Benjamin Bihl in Fellbach

Am 17.07.2016 feierte unser Bundesbruder Dr. Benjamin Biehl seine erste Messe als neuer Priester in seiner Heimatgemeinde in Fellbach. In der denkmalgeschützten Kirche Maria Regina begann um 10 Uhr die Primiz. Zusammen mit  fünf weiteren Pfarrern durfte Dr. Benjamin Bihl seine erste heilige Messe zelebrieren. Begleitet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor und der Männer-Schola Fellbach. In seiner kurzen Predigt ging Dr. Benjamin Bihl auf das Evangelium über Martha und Maria ein sowie dessen Bezug auf das heutige priesterliche Leben ein. Der ehemalige Direktor des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Stuttgart-Sommerrain und der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats der Gemeinde Maria Regina hielten Grußworte. Im Anschluss an die 1 1/2-stündige Primiz fand auf dem Kirchplatz noch ein Gemeindefest mit ausreichend Essen und Trinken statt. Abschluss des Tages war eine Vesper mit Einzelprimizsegen unseres Bbr. Dr. Benjamin Bihl.

 

Verfasser: Senior